Glemstalschule

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Pädagogische Grundzüge

Wovon wir an der Glemstalschule ausgehen:

Lernen ist erfolgreich, wenn es ein aktiver Prozess der Aneignung ist, der vom Kind mit gestaltet wird und für den es Verantwortung übernimmt.

Heterogenität gibt es grundsätzlich in den Klassen aller Schularten. Deshalb ist Lernen weniger erfolgreich, wenn man allen Kindern einer Klasse den gleichen Unterrichtsstoff „beibringt“.

„Lehren“ ist nicht überflüssig. Es ist eine sinnvolle Ausgewogenheit zwischen aktivem Lernen und dem „Input“ herzustellen.

Ein entscheidender Gelingensfaktor für das Lernen ist die persönliche Beziehung zwischen Kind und Lehrperson. Deshalb ist die Gestaltung der Beziehungsebene bei der Umsetzung der Lernprozesse sorgfältig zu planen.

Wie wir das umsetzen:

Die Schulform der Gemeinschaftsschule ist für uns der geeignete Rahmen, um unsere Idee vom erfolgreichen Lernen zu verwirklichen. Jedes Kind bekommt die Lernchancen, die ihm am besten angemessen sind. Es kann seinen eigenen Lernweg finden. Dabei bekommt es intensive Begleitung und Unterstützung.

In jeder Unterrichtswoche sind bestimmte Zeiten für das individuelle Lernen festgelegt. Wir nennen sie das „Lernband“. Im Lernband entscheiden die Kinder selbst, in welchem der Kernfächer Deutsch, Englisch oder Mathematik sie auf welchem Niveau arbeiten wollen. Sie entscheiden auch, ob sie lieber alleine oder mit Partnern lernen und üben wollen.

Am Beginn der Woche wird die Arbeit im Lernband vorgeplant, und am Ende der Woche wird die Umsetzung der Planung überprüft. Dafür werden im Stundenplan bestimmte Zeiten festgelegt. Die Planung, die Arbeitsfortschritte und die Überprüfung werden im Lerntagebuch dokumentiert. So können die Lehrkräfte und die Eltern jederzeit eine Rückmeldung bekommen und Tipps für den weiteren Lernweg geben.

Das individuelle Lernen wird durch ein ausgefeiltes Hilfesystem begleitet, bei dem die Kinder zunehmend lernen, sich selbstständig Lösungswege zu erschließen. Jedoch wird kein Kind mit seinen Fragen alleine gelassen.

Jedes Kind hat dauerhaft eine Bezugsperson, die wir Tutor nennen. Das ist eine Lehrkraft, die anhand des Lerntagebuchs mit dem Kind regelmäßig die Lernwege bespricht und das Kind bei seiner weiteren Entwicklung berät. Der Tutor ist auch für die festgelegten Beratungsgespräche mit den Eltern zuständig. Ebenso kann das Kind persönliche Anliegen mit ihm besprechen, wenn dies gewünscht wird.

In den Fächern, die nicht im Lernband vertreten sind, werden die individuellen Lernwege dadurch ermöglicht, dass zunehmend Projekte in unterschiedlichen Leistungsniveaus angeboten werden.

Wir ermöglichen persönliche Förderung der Kinder nicht zuletzt in den Lernzeiten, die im Stundenplan eigens ausgewiesen sind. Fördern heißt für uns nicht, alle Kinder auf ein einheitliches Niveau zu bringen, sondern jedem Kind zu helfen, seine Möglichkeiten auszuschöpfen. Dabei denken wir besonders auch an die Stärkeren.

Wir setzen darauf, dass Kinder voneinander lernen. Dies gilt einerseits für die Schwächeren, die von den Stärkeren unterstützt werden. Aber auch die Stärkeren profitieren davon: Am besten kann man behalten, was man anderen selbst erklärt hat. Wir wissen aber auch, dass man hervorragende Leistungen nur durch Angebote fördern kann, die darüber hinaus gehen.

Wir gestalten die Schulräume so, dass sie unser pädagogisches Anliegen fördern.