Glemstalschule

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Schülerstreitschlichter

Schülerstreitschlichter - ein wichtiger Baustein im sozialen Miteinander

Die Schülerstreitschlichter sind nach einer Unterbrechung im vergangenen Jahr wieder auf den Plan getreten. 6 Schülerinnen und Schüler haben sich dafür gründlich ausbilden lassen, und in diesem Schuljahr kamen 6 Neue dazu. Sie haben den Vorteil, dass sie von den Erfahrungen der „alten Hausen“ schon in der Ausbildungszeit profitieren können, denn sie treffen sich jeden Mittwoch Nachmittag in der gemeinsamen Arbeitsgemeinschaft. Diese ist Teil des Ganztagesangebots an der Glemstalschule, und es ist toll, dass Schülerinnen und Schüler in diesem Rahmen ihr soziales Engagement unter Beweis stellen. AG-Leiterin ist Frau Schultheiß, die auf diesem Gebiet über jahrelange Erfahrung verfügt. Sie arbeitet im Team mit Frau Seltmann, unserer Schulsozialarbeiterin.

Wie kann man sich eine Streitschlichtung vorstellen? Haben sich zwei Streitende geeinigt, die Streitschlichtung in Anspruch zu nehmen, sprechen sie die Streitschlichter ihrer Wahl in der Pause an und bitten um ihre Hilfe. Manchmal kommt die Anfrage auch durch eine Lehrkraft. Marco erklärt: „Es gibt einen festgelegten Ablauf, von der Begrüßung bis zu den Regeln. Das haben wir so gelernt und in Rollenspielen geübt. Ziel ist, dass die Streitenden selbst eine Problemlösung finden. Dann wird eine Vereinbarung getroffen, und bei einem weiteren Termin wird 2 Wochen später das Ergebnis gemeinsam geprüft.“ Und Emre ergänzt: Dabei sind wir immer zu zweit. Die beiden Schlichtungen, an denen ich letztes Jahr beteiligt war, verliefen sehr gut. Es waren Sechstklässler beteiligt, und in einem Fall auch ein Grundschüler.“

So etwas kommt nicht von selbst, und die Ausbildung ist umfangreich. Sie dauert ein halbes Schuljahr. Dazu gehören Grundlagen der Gesprächsführung ebenso wie Körpersprache, Gestik und Mimik. Die gelernten Gesprächstechniken werden in konkreten Situationen geübt und gefestigt. Wichtig sind auch Kooperationsspiele für den Teamgeist, denn die Schülerstreitschlichter verstehen sich als Team. Sehr beeindrucken d ist, dass die Streitschlichter/Innen, die momentan alle aus Klassenstufe 8 sind, über ihr soziales Engagement hinaus auch einen persönlichen Gewinn für sich spüren. Sie sagen, man kann offener und sicherer auftreten als früher. Es gelingt ihnen besser, sich in andere Personen hineinzuversetzen. Berivan beschreibt, dass es nicht immer einfach ist, unparteiisch zu sein. Deshalb gehört auch Geduld dazu, denn nicht immer gibt es sofortige Lösungen – falls nötig, muss sogar ein weiterer Termin vereinbart werden. Kerry, einer der Neuen, hat sich in diese AG eingetragen, weil er meint, es sei nützlich, Konflikte ohne Gewalt lösen zu können. Melissa möchte gerne anderen helfen und freut sich darauf. Und allen ist gemeinsam, dass sie gerne in die Streitschlichter-AG kommen und auch Spaß daran haben.

Momentan erarbeiten sie ein Plakat, mit dem sie sich in der Schule vorstellen, und zwar –das ist ihnen wichtig – auch in der Hermann-Butzer-Schule. Man bietet seine „Dienste“ auch für die Grundschüler an. Dafür haben die Schülerstreitschlichter von Frau Riedl dort einen Raum für die Schlichtungsgespräche bekommen. Im übrigen gibt es in der Grundschule auch eine entsprechende Ausbildung. Für Nachwuchs ist also gesorgt!