Glemstalschule

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Schülermentorenprogramm

Soziles Engagement und Schülermentorenprogramm

Soziales Engagement wird eine neue Struktur erhalten – Schülermentoren sind schon im Einsatz

Das soziale Profil der Glemstalschule ist seit vielen Jahren besonders ausgeprägt und war schon längst ein Merkmal der früheren Realschule Schwieberdingen-Hemmingen gewesen. Auch im Rahmen der Offenen Bürgerschule ist das Soziale Lernen ein Schwerpunkt. In ihrem Schulprofil hat die Glemstalschule festgelegt, von welchen Grundgedanken sie sich leiten lässt und welche Maßnahmen sie dazu durchführt. Hier stehen nun bedeutsame Veränderungen an.

Mit dem Einstieg in den neuen Bildungsplan im nächsten Schuljahr wird das verpflichtende „Themenorientierte Projekt Soziales Engagement“ in Klassenstufe 8 wegfallen. Um so mehr muss das soziale Lernen gestärkt und betont werden. Es wird eine Steuergruppe gebildet mit der Aufgabe, das schon lange bestehende Sozialcurriculum der Glemstalschule zu aktualisieren. Koordiniert wird diese Arbeit von Herrn Holzhäuer. Er hat zusammen mit unserer Schulsozialarbeiterin, Frau Seltmann, die Ausbildung von Junior-Schülermentoren angestoßen, von denen inzwischen die dritte „Generation“ ihre Arbeit aufgenommen hat. Damit gibt es schon einen wichtigen Eckpfeiler für die Weiterentwicklung des sozialen Profils.

Im Junior-Schülermentoren-Programm des Kultusministeriums werden Jugendliche ab Klassenstufe 8 qualifiziert, Gruppen zu leiten. Dafür gibt es viele Einsatzmöglichkeiten, neben der Schule zum Beispiel auch in den ehrenamtlichen Bereichen der Vereine oder der Kirchen. Die Ausbildung umfasst einen Theorieteil, in dem es zum Beispiel um rechtliche Grundlagen oder Jugendschutz geht. Dazu gehören praktische Hospitationen in Jugendgruppen, die in unserem Fall auch bei der Kirchengemeinde absolviert wurden. Das liegt in unserem Fall daran, dass das Evangelische Jugendwerk einer der Kooperationspartner des Ministeriums in der Trägerschaft ist.

Das Aufarbeiten und Festigen in der Schule, angeleitet von  Herrn Holzhäuer und Frau Seltmann, ist ein fester Bestandteil der Qualifizierung. Am Ende der anspruchsvollen Ausbildung – die im übrigen aber auch viel Freude macht – erhalten die angehenden Schülermentoren und –mentorinnen ein Zertifikat. Danach begleiten sie ein Jahr lang Gruppen, bevor sie diese dann eigenverantwortlich leiten können. Dabei ist es auch ausdrücklich erwünscht, dass sie eigene Ideen umsetzen. Beispielsweise kann eine Programmier-AG durchgeführt werden.

Bei uns in der Glemstalschule liegen die Schwerpunkte ihres Einsatzes im Ganztagesbereich und in Angeboten für die Grundschule. Schon im letzten Jahr gab es Gruppen mit sportlicher Ausrichtung und Pausenspiele. In diesem Schuljahr gibt es Lesepartnerschaften, außerdem haben sich Gruppen zum Malen von Mangas gefunden sowie ein Schülerbibelkreis. Da wird in nächster Zeit sicher noch einiges dazu kommen.

Der Einsatz unserer Junior-Schülermentoren und –mentorinnen ist ein wichtiger Baustein im Sozialprofil der Glemstalschule. Wir haben uns ein großes Ziel gesetzt, nämlich hier auf dem Schulcampus ein gemeinsames Sozialcurriculum zu erarbeiten, das später einmal für alle Klassen von 1 bis 13 – so hoffen wir – durchgängig gültig sein wird. Das ist die Voraussetzung für Nachhaltigkeit, die wir uns wünschen.

Schülermentorenprojekt im dritten Jahr

Bereits im dritten Jahr bietet die Glemstalschule die Ausbildung zum Junior-Schülermentor an. Die Ausbildung ist in zwei Teile gegliedert. Die Schülerinnen und Schüler lernen im Theorie-Teil der Ausbildung unter anderem was es heißt eine Gruppe zu leiten, wie man Konflikte in einer Gruppe löst, wie man ein Projekt plant und rechtliche Aspekte, wie zum Beispiel Aufsichtspflicht.

Im praktischen Teil engagieren sich die Schülerinnen und Schüler im Schulalltag. So gab es im letzten Schuljahr Angebote in der Mittagspause wie Internetcafé, Pausenspiele, Hip Hop tanzen für Mädchen und vieles mehr. Außerdem gehört ein „Schnuppern“ in der kirchlichen Jugendarbeit mit zum Programm.

Wunsch der Schulleitung und der beiden AG-Leiter Herr Holzhäuer und Frau Seltmann ist es, die älteren Schülerinnen und Schüler durch diese Ausbildung mehr in den Schulalltag zu integrieren.

Deshalb freuen wir uns ganz besonders, dass zwei Schülerinnen der letztjährigen Ausbildung nun als Junior-Jugendbegleiter an der Hermann-Butzer-Schule eine AG für die Grundschüler anbieten.

Nicola Schneider und Julia Antonjak übernehmen einmal die Woche die Bastel-AG. Hier wird gebastelt, gemalt und gestaltet. Die teilnehmenden Kinder haben sehr viel Spaß dabei, und auch den AG-Leiterinnen macht die Arbeit mit den Kindern sehr viel Freude.